Definition der Fitness Geschichte Definition

Was ist Fitness? Fitness bezeichnet zunächst einmal eine gute körperliche Verfassung und Leistungsfähigkeit. Oft wird der Bedeutungsgehalt auf emotionales und soziales Wohlbefinden, Erfolg und Modernität ausgeweitet. Teilweise steht Fitness synonym für einen umfassenden Gesundheitsbegriff.
Da körperliche Leistungsfähigkeit sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt, verwundert es nicht, dass der Fitness Begriff diese Dimensionen mit einbezieht. Im engeren Sinne wollen wir unter Fitness die Leistungsfähigkeit verstehen, aufgespannt zwischen den vier Dimensionen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.
Die Fitness Geschichte reicht Jahrtausende zurück. Sie vollzog sich unter anderen Namen, aber hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbarg sich stets ein gemeinsamer Kern. Wir wollen uns auf eine Reise in die Vergangenheit des Fitness Trainings begeben.
Vorweg ist eine Klarstellung notwendig. Schon Tiere trainieren ihre Fitness, indem sie herumrennen, miteinander tollen und spielerische Kämpfe austragen. Von diesem instinktgesteuerten Training unterscheidet sich das Fitnesstraining des Menschen durch die Bewusstheit des Prozesses. Unser Antrieb beschränkt sich nicht auf Triebe; wir trainieren, weil wir einen Sinn darin erkennen – oder wir lassen es sein, wenn wir keinen Sinn erkennen.

Fitness Geschichte
Fitness Geschichte am Anfang

Sportliche Übungen und Spiele lassen sich viele Jahrtausende zurückverfolgen. Manche Forscher sehen bereits in einigen Darstellungen der steinzeitlichen Höhlenmalereien sportliche Betätigungen; und bei allen ursprünglich lebenden Naturvölkern lässt sich eine Kultur der Leibeserziehung feststellen. Sichere Nachweise für Sport und Spiel lassen sich bis in die frühesten Perioden der alt ägyptischen Geschichte verfolgen, also bis 5000 Jahre vor unserer Zeitrechnung.

Fitness Geschichte der Griechen, Römer und im Christentum

Bei den alten Griechen lässt sich eine durchdachte, systematische Leibeserziehung nachweisen. Die Griechen waren natürlich nicht die einzigen, die schon sehr früh ein systematisches Training entwickelten (man denke nur an die fernöstlichen Traditionen der Leibeserziehung), aber in der Renaissance wurden sie in Europa zum Vorbild für die wiedererstarkende Körperkultur und sind deshalb für uns von besonderer historischer Bedeutung. Dazu später mehr.
Die alten Römer übernahmen die griechische Gymnastik und ergänzten sie. Nicht zuletzt diente die römische Leibeserziehung der militärischen Vorbereitung. Auch ihre Widersacher im Norden, die Germanen, trainierten fleißig für den Krieg: Laufen, Werfen, Springen, Reiten, Schwimmen und Fechten wurden von Kindesbeinen an intensiv geübt.
Unter dem Einfluss des Christentums verschwand der antike Sport, da er nicht im Einklang mit der neuen Religion stand. Die Tatsache, dass viele Christen zu Gladiatorenkämpfen verurteilt und so Opfer dieser Veranstaltungen wurden, trug wesentlich zur Unterdrückung der römischen Sportformen bei. So schwand im Mittelalter die Bedeutung der Leibeserziehung in der einfachen Bevölkerung. An Sonntagen, bei Dorf-, Schützen- oder Kirchenfesten wurden jedoch Spiele, Leibesübungen und Wettkämpfe durchgeführt.
Eine Ausnahme im Mittelalter bildeten die Ritter. Für sie war in der Fitness Geschichte die Leibeserziehung von zentraler Bedeutung. Neben vielfältigen Übungsformen kamen die Turniere als sportliche Großevents in Mode. Die Kirche verurteilte die Turniere, konnte ihre Ausbreitung jedoch nicht stoppen. Das Ritterwesen mit seinen Übungen und Turnieren diente nicht nur physischen Zwecken und der Kriegsvorbereitung, sondern auch der Identifikation mit einem bestimmten Lebensstil.

Fitness früher, die Geschichte

Fitness Geschichte in der Neuzeit

In der Frühen Neuzeit (16.-18. Jh.) wird das altgriechische Verständnis einer ganzheitlichen Entwicklung von Körper und Geist wiederentdeckt, und damit auch die griechische Leibeserziehung. In dieser Zeit erscheint eine ganze Welle von Fach- und Lehrbüchern zu den verschiedensten Leibesübungen. Die in der Frühen Neuzeit aufblühende naturwissenschaftliche Medizin, die sich ebenfalls von den Lehren der griechischen Antike inspirieren ließ, betonte die Bedeutung der körperlichen Ertüchtigung für die Gesundheit und trug so ebenfalls zur Verbreitung der neu entdeckten Leibeserziehung bei.
Im 19. Jahrhundert wurde Leibeserziehung in Deutschland zu einer breiten Turn- und Gymnastikbewegung. Das griechische Ideal einer körperlichen Ertüchtigung um der reinen Körpererziehung willen war jedoch dahin. Die Turnbewegung war ideologisch geprägt, sie erzog kräftige Männer für den Dienst am Vaterland. Diese Entwicklung gipfelte in der totalen Instrumentalisierung der Leibeserziehung im Dritten Reich.
Die Sinngebung der Leibeserziehung hat sich seitdem erneut gewandelt. Die heutige Form der Körperertüchtigung heißt Fitnesstraining und es geht um Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, gutes Aussehen. Der bewegungsarme Lebensstil Moderner Gesellschaften nährt einen gewaltigen Fitness boom.
Der Blick in die Fitness Geschichte zeigt, dass es körperliches Training schon immer gegeben hat. In seiner Erscheinung und Sinngebung war es stets der jeweiligen Kultur und Zeitepoche angepasst. Das neueste Gesicht dieser Entwicklung ist das Moderne Fitnesstraining.